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Hydrothermale Verflüssigung

Bei ca. 300-350°C kann Biomasse zu einem hochviskosen Teer umgewandelt werden, der einen höheren Brennwert und eine höhere Viskosität sowie einen geringeren Wassergehalt hat als Verflüssigungsprodukte aus „trockenen“ Verfahren. Das ursprüngliche Verfahren der Firma Shell wurde „Hydrothermal-Upgrading“ genannt. Das teerige Produkt enthält eine Vielzahl von Einzelsubstanzen, z. B. Furfurale, Erythrose, Glycolaldehyd, Phenole und Milchsäure. Aus diesen Substanzen sind wiederum andere Basischemikalien und schließlich z. B. Kunststoffe herstellbar. Es handelt sich hierbei um Abbauprodukte von Kohlehydraten, die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Wassers unter diesen Bedingungen mit relativ hoher Selektivität, hier meist aus Glucose oder Fructose, hergestellt werden können.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeiten zu hydrothermalen Verflüssigung ist die Herstellung von Algen. Die Arbeiten werden in der Anlage RUBIKON, einem kontinuierlichen Rührkessel durchgeführt.

Weiterführende Literatur

  • M. Watanabe, F. Bayer, and A. Kruse,
    Oil formation from glucose with formic acid and cobalt catalyst in hot-compressed water,
    Carbohydrate Research 341 (29-12-2006) 2891-2900.
  • A. Kruse and A. Gawlik,
    Biomass Conversion in Water at 330-410°C and 30-50 MPa. Identification of Key Compounds for Indicating Different Chemical Reaction Pathways, Ind. Eng. Chem. Res 42 (2003) 267-279.